Coronavirus, eine Chance für kleine Online-Shops?

Coronavirus, eine Chance für kleine Online-Shops?

Deutschland ächzt unter den Coronavirus, fachlich auch COVID-19 genannt. Das öffentliche Leben wurde weitgehend heruntergefahren, Messen und Veranstaltungen wurden abgesagt, Spielplätze wurden geschlossen. Die Menschen halten Abstand voneinander, manche tragen sogar Masken, legen Vorräte an, igeln sich zu Hause ein, machen sich Sorgen um ihre Liebsten.

Läden dürfen nicht mehr öffnen, wenn sie nicht notwendig sind, um den alltäglichen Bedarf zu decken. Die Regierung rief dazu auf, alle „nicht notwendigen“ Aktivitäten und Kontakte zu unterlassen. Nicht einmal Friseure dürfen noch öffnen. Es herrscht Mangel an elementaren Dingen wie Toilettenpapier, Nudeln und Mehl, weil viele Menschen sich panikartig mit diesen Dingen eingedeckt haben.

Spätestens jetzt ist auch dem letzten Händler bewusst: Corona hat enorme Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Doch jede Krise birgt auch Chancen. Die Chance für kleine Online-Shops besteht gerade in einem Neudenken der Verkaufsstrategie. Maßnahmen, die sich jetzt bewähren, können das Coronavirus überdauern. Kleine Onlinehändler können jetzt mit passenden Produkten und Dienstleistungen punkten.

Gründe für verstärktes Marketing


  • Menschen brauchen auch in der Coronakrise Produkte und Dienstleistungen.
    Abgesehen von den Dingen des täglichen Bedarfs wollen wir auch weiterhin Dienstleistungen und Produkte kaufen. Regale, Handys oder Fernseher gehen kaputt: Wo kommt Ersatz her? Auch weiterhin wollen wir uns unser Zuhause einrichten, Bücher lesen, Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik nutzen.

  • Menschen in der Not suchen Informationen und Lösungen im Internet. Wenn die Ladengeschäfte geschlossen sind, suchen Menschen die Lösung im Internet. Sie suchen nach Informationen, wo sie die gewünschte Dienstleistung oder den gewünschten Artikel bekommen. Große Händler für Möbel, Elektronik, Kleidung oder Tierbedarf haben jetzt nicht selten lange Lieferzeiten. Hier können kleine Händler einspringen.

  • Nachdem Coronavirus geht alles wie gewohnt weiter.
    Niemand weiß, wie lange die Krise mit COVID-19 dauern wird. Aber Händler, die sich jetzt einen Kundenstamm aufbauen können, müssen diesen auch nach der Corona-Krise nicht unbedingt verlieren. Investitionen und Marketingmaßnahmen, die jetzt getätigt werden, können sich also auch langfristigauszahlen.

Der Coronavirus wird ab sofort alles verändern. Niemand kann dir sagen, wann es aufhört. Niemand kann dir sagen, wann du wieder zur Arbeit gehen wirst. 

Coronavirus will change almost everything going forward. Nobody can tell you when this is going to end. Nobody can tell you when you’ll go back to work.

Andrew Cuomo – Gouverneur von New York – März 2020

Benötigte Zeit: 10 Minuten.

Coronavirus – Eine Anleitung für Deinen Online-Shop:

  1. Überprüfe deine Google My-Business Einstellungen und andere Informationen, die du im Internet veröffentlichst:

    Wie sind deine aktuellen Öffnungszeiten, wie schnell kannst du liefern, welche Produkte bietest du jetzt an, gibt es einen Telefonsupport? Aktualisiere deine Homepage und sprich deine Besucher explizit auf das Coronavirus an. Mache deutlich, dass du auch jetzt für deine Kunden da bist. Experten raten dazu, so viele Informationen wie möglich zu veröffentlichen: Wo steht dein Unternehmen gerade? Läuft alles wie bisher oder gibt es Veränderungen? Besonders wichtig sind aktuelle Informationen über Support und Lieferzeiten.

  2. Biete deiner Kundschaft Videokonferenzen, Chats oder telefonischen Service an, damit sie bequem zu Hause bleiben können:

    Sorge dafür, dass keine Wünsche offen bleiben, dass du und deine Mitarbeiter auf die Bedürfnisse deiner Besucher in diesen turbulenten Zeiten angemessen eingehst. Diesen Service kannst du eventuell auch nach Corona aufrechterhalten. Ich rate jeden Online-Shop dazu, eine FAQ-Liste auf der Webseite zu veröffentlichen, die auf die gesammelten Fragen und Anliegen der Kundschaft eingeht.

  3. Sei besonders kulant zu deinen Käufern:

    Dazu gehört auch die Verlängerung der Umtauschfrist. Baue Vertrauen auf, um den Kaufprozess für deine Käufer angenehmer zu machen. Experten raten dazu, die Kunden im Vorfeld zu informieren und ihnen den Rücksendeprozess so einfach wie möglich zu machen. Zum Beispiel kannst du der Sendung ein Rücksendeetikett beilegen oder Käufern Tipps geben, wie sie das Etikett selbst ausdrucken können. Schreibe auch dazu, wie ob die Rücksendung kostenlos ist und wie die Sendungen abgeholt werden können. Das geht zum Beispiel sehr einfach über Packstationen oder direkt an der Haustür. 

  4. Prüfe automatisierten E-Mails:

    Bedanke dich bei deinen Kunden für ihren Kauf und gegebenenfalls auch ihre Geduld, wenn es wegen COVID-19 zu längeren Lieferfristen oder anderweitigen Verzögerungen kommt. 

  5. Informiere deine Besucher per E-Mail wann ausverkaufte Artikel wieder verfügbar sind:

    Wenn ein gewünschter Artikel ausverkauft ist, ist das auch für dich ärgerlich, denn er Kunde wird die Ware vielleicht bei der Konkurrenz suchen. Biete deinen Besuchern deshalb an, sich per E-Mail benachrichtigen zu lassen, wenn die gewünschten Artikel wieder auf Lager sind. Das lässt sich über ein entsprechendes Formular auf deiner Webseite realisieren. Biete zudem auch die Option an, sich für den Artikel vormerken zu lassen. So bindest du Interessenten an deinen Shop und kannst direkt loslegen, wenn nach Corona die Ware wieder verfügbar ist. Ist das Wunschprodukt wieder zu haben, bekommt der Kunde automatisch eine ansprechende E-Mail zugesendet. Setze diejenigen automatischen E-Mails an deine Kundschaft aus, die für die aktuelle Situation keinen Mehrwert bieten. Insbesondere dann, wenn deine automatisierten Mails aktuell nicht umsetzbare Aufforderungen oder Angebote enthalten. Schreibe stattdessen E-Mails an deine Kundschaft, zeig Ihnen das sie sich auf dein Unternehmen verlassen können. Versuche herauszufinden, was der einzelne jetzt wirklich will. Das geht umso leichter, je mehr Daten du von ihm hast. Nutze Informationen aus vorangegangenen Bestellungen, um gezielte Angebote zu machen. Beispiel: Hat ein Käufer eine Digitalkamera gekauft, biete ergänzende Artikel an, etwa eine Festplatte, auf dem die Bilder gelagert werden können. Wenn du diese Daten sinnvoll kombinierst, kannst du hoch personalisiertes Marketing betreiben.

  6. Konzentriere dich auf die Dinge, die momentan wirklich wesentlich sind. Bringe das auch entsprechend zum Ausdruck

    Gesundheit und Sicherheit. Erwähne die Maßnahmen, die du getroffen hast, um dich und deine Mitarbeiter vor Corona zu schützen. Etwa durch Homeoffice, Umstellung der Kontaktmöglichkeiten auf Telefon und Internet. Beschreibe, wie du deinen Online-Shop trotz COVID-19 aufrechterhältst, etwa durch Beratung via Skype, Mails, Videokonferenzen und Webinare. Bleibe in Kontakt und stärke so die Beziehung zu deinen Kunden und deinen Mitarbeitern. Je fester alle jetzt zusammenstehen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Strukturen und Kontakte auch über den Coronavirus hinaus beibehalten werden.

  7. Bringe nicht nur werbliche, sondern auch informative Inhalte an deine Kunden und Mitarbeiter:

    Mit interessanten und aktuellen Informationen zeigst du, dass du dich mit dem Coronavirus auseinandersetzt und gerne dein Wissen teilst. Das baut Vertrauen auf!



Download der Coronavirus-Checkliste


Du brauchst Beratung oder Unterstützung bei Deiner Website oder Online-Shop?
Dann findest du hier meine Kontaktdaten.