Anleitung 2 Min. Lesezeit

nofollow-Links richtig setzen

So setzen Sie das nofollow-Attribut korrekt ein. Mit technischer Umsetzung, Anwendungsfällen und den neueren Attributen sponsored und ugc.

nofollow-Links richtig setzen: technische Anleitung

nofollow ist ein HTML-Attribut, das Suchmaschinen signalisiert, einem Link nicht zu folgen. Das bedeutet: Der Linkwert wird nicht an die Zielseite weitergegeben.

Diese Anweisung wirkt sich direkt auf die Linkbewertung aus. Für die technische Umsetzung gibt es zwei Methoden.

Was nofollow bewirkt

Das rel-Attribut mit dem Wert nofollow verhindert, dass Suchmaschinen-Crawler dem Link folgen und ihn in ihre Bewertung einbeziehen.

Konkret heißt das:

  • Der Link überträgt keine Linkpopularität
  • Die Zielseite erhält keinen Ranking-Vorteil durch diesen Verweis
  • Der Crawler ignoriert den Link bei der Indexierung

Die gebräuchlichste Methode ist die direkte Integration im Hyperlink.

Ein normaler Link auf http://example.com sieht im HTML-Quelltext so aus:

ElementCodeHyperlink`<a href="https://example.com">Linktext</a>`

Durch Ergänzung des rel-Attributs wird der Link als nofollow markiert:

ElementCodenofollow-Link`<a href="https://example.com" rel="nofollow">Linktext</a>`

Diese Methode ermöglicht präzise Kontrolle. Jeder Link kann individuell markiert werden, unabhängig von anderen Verweisen auf derselben Seite.

Wann nofollow sinnvoll ist

In der Praxis gibt es klare Anwendungsfälle für nofollow-Links.

Bezahlte Verlinkungen

Gekaufte Links oder Partnerprogramme sollten grundsätzlich mit nofollow gekennzeichnet werden. Das entspricht den Google-Richtlinien und verhindert Abstrafungen.

Nutzergenerierte Inhalte

Kommentarbereiche, Foren oder Gastbeiträge enthalten oft Spam-Links. nofollow verhindert, dass diese Links die eigene Seite belasten.

Nicht vertrauenswürdige Quellen

Verweise auf externe Seiten, deren Qualität nicht geprüft werden kann, sollten mit nofollow versehen werden. Das schützt die eigene Linkstruktur.

Alternative: sponsored und ugc

Seit 2019 bietet Google zusätzliche Attributwerte für differenziertere Auszeichnung:

  • rel="sponsored" für bezahlte oder Werbelinks
  • rel="ugc" (User Generated Content) für nutzergenerierte Inhalte
  • Mehrere Werte kombinierbar: rel="nofollow sponsored"

Diese Werte ersetzen nicht nofollow, sondern ergänzen es. Sie geben Suchmaschinen präzisere Informationen über die Art der Verlinkung.

Technische Umsetzung prüfen

Nach der Implementierung sollte die korrekte Auszeichnung überprüft werden.

Methoden zur Kontrolle:

  • Browser-Inspektor (Rechtsklick → Element untersuchen)
  • SEO-Tools wie Screaming Frog
  • Google Search Console für strukturelle Prüfung

Häufiger Fehler: fehlende Anführungszeichen

Achten Sie auf korrekte Syntax. Dieser Code ist fehlerhaft:

<a href="https://example.com" rel=nofollow>Link</a>

Korrekt ist:

<a href="https://example.com" rel="nofollow">Link</a>

nofollow in größerem Umfang setzen

Für Websites mit vielen extern verlinkenden Inhalten kann eine systematische Lösung sinnvoll sein.

WordPress bietet Plugins, die automatisch nofollow für bestimmte Linktypen setzen. Content-Management-Systeme haben oft entsprechende Einstellungen.

Bei manueller Umsetzung empfiehlt sich eine klare Dokumentation, welche Links nofollow erhalten sollen.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Umsetzung?

Als SEO-Freelancer mit über 20 Jahren Erfahrung helfe ich Ihnen, technische SEO-Maßnahmen professionell umzusetzen — fair, direkt und ohne Vertragsbindung.

Christian Synoradzki

Über den Autor

Christian Synoradzki

SEO-Freelancer

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.