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noindex für KI-Seiten
Google will Wegwerfseiten aus dem Index haben

Google hat am 26.10.2026 seine Anleitung gegen Spam ergänzt: Seiten nur zum Teilen oder als Hilfsmittel gehören nicht in den Index. Was das für Ihre Website heißt.

Christian Synoradzki Christian Synoradzki | | 8 Min. Lesezeit
noindex für KI-Seiten: Google will Wegwerfseiten aus dem Index haben

In Kürze

  • Neue Google-Anleitung: Google hat am 26. Oktober 2026 seine Anleitung gegen nutzergenerierten Spam ergänzt.
  • Nicht alles gehört in die Suche: Seiten, die nur zum Teilen, zur Zusammenarbeit oder als Hilfsmittel gedacht sind, sollen laut Google aus der Suche bleiben, per noindex (einer Anweisung an Google, die Seite nicht in die Suchergebnisse aufzunehmen) oder per robots.txt.
  • Anlass KI: Das Fachportal SEO Südwest sieht den Anlass in KI-Werkzeugen, mit denen in Minuten kleine Planer, Rechner und Assistenten entstehen, die gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind.
  • Gemeint sind Plattformen: Google richtet sich an Anbieter, auf denen Nutzer Seiten bauen; für Firmenwebsites ist das meine Ableitung, keine Google-Aussage.
  • Search Console prüfen: Google rät, im kostenlosen Google-Werkzeug Search Console regelmäßig nachzusehen, ob plötzlich deutlich mehr Seiten im Index sind.

Inhalt

  1. Was Google geändert hat
  2. Warum KI-Seiten der Anlass sind
  3. Was das für Firmenwebsites heißt
  4. noindex oder robots.txt: der Unterschied
  5. Search Console: So prüfen Sie Ihre Website
  6. Was Sie jetzt tun können
  7. Häufige Fragen

Nicht jede Seite gehört in die Google-Suche. Google hat am 26. Oktober 2026 seine Anleitung gegen Spam auf Plattformen ergänzt: Seiten, die nur zum Teilen, zur Zusammenarbeit oder als Hilfsmittel gedacht sind, sollen nicht im Index landen, also nicht in dem Verzeichnis, aus dem Google seine Suchergebnisse zieht. Das Fachportal SEO Südwest sieht den Anlass in KI-Werkzeugen, mit denen solche Seiten in Minuten entstehen. Ich nenne sie Wegwerfseiten: gebaut für einen Zweck, nicht für die Suche.

Was Google geändert hat

Google hat die Anleitung „Prevent user-generated spam on your site and platform“ in der Search-Central-Dokumentation um einen Abschnitt erweitert. Er heißt „Only index content meant for Search“, auf Deutsch etwa: Nur Inhalte indexieren lassen, die für die Suche gedacht sind.

Der Kernsatz steht dort wörtlich so: „When pages are created for direct sharing, collaboration, or utility rather than public search discovery, apply the noindex rule (using a robots meta tag or X-Robots-Tag HTTP response header) or block crawling in robots.txt by default.“ (Google Search Central, Stand 26.10.2026). Übersetzt: Sind Seiten zum direkten Teilen, zur Zusammenarbeit oder als Hilfsmittel gedacht und nicht dafür, in der Suche gefunden zu werden, sollen sie standardmäßig ein noindex bekommen oder in der robots.txt fürs Crawlen gesperrt werden.

Im Änderungsprotokoll vom 26.10.2026 nennt Google den Grund: Plattformen sollen Seiten, die nicht für die Suche gedacht sind, aus dem Index heraushalten und Spam früher erkennen. Gemeint sind Dienste, auf denen Nutzer selbst Seiten anlegen; Google spricht hier von nutzergeneriertem Spam.

Warum KI-Seiten der Anlass sind

Googles Anleitung (Stand 26.10.2026) erwähnt KI nicht. Das Fachportal SEO Südwest ordnet die Änderung am 27.10.2026 aber so ein: Mit KI-Werkzeugen entstehen in Minuten Seiten wie Terminplaner, Sprachkurse oder kleine Assistenten. Als Beispiel nennt SEO Südwest ChatGPT Sites, mit dem sich solche Seiten und Apps direkt erzeugen lassen.

Viele dieser Seiten sind laut SEO Südwest für persönliche Zwecke gedacht. Landen sie trotzdem im Google-Index, können sie nach dieser Einschätzung die Qualität der Suchergebnisse mindern. Die ergänzte Anleitung passt genau dazu: Was nur per Link geteilt wird, soll nicht in der Suche auftauchen.

Was das für Firmenwebsites heißt

Ehrlich gesagt: Googles Anleitung richtet sich an Plattformen, auf denen Nutzer selbst Seiten anlegen. Dass sie auch für eine normale Firmenwebsite gilt, sagt Google nicht. Das ist meine Ableitung.

Ich halte die Ableitung trotzdem für sinnvoll. Der Grundgedanke gilt für jede Website: Eine Seite, die niemand über Google finden soll, muss auch nicht im Index stehen. Auf Firmenwebsites kann das so aussehen. Ein ausgedachtes Beispiel: Ein Maschinenbauer hat 80 Seiten, die er bewusst veröffentlicht hat. In der Search Console stehen aber 240 indexierte Seiten. Darunter sind alte Aktionsseiten, Danke-Seiten nach dem Kontaktformular, Testseiten einer Agentur und halbfertige KI-Entwürfe, die jemand „nur mal kurz“ online gestellt hat.

Keine dieser Seiten hilft einem Käufer, der den Betrieb sucht. Trotzdem ruft Google sie ab, solange die robots.txt es nicht verbietet, so beschreibt es Google in der Einführung zur robots.txt; dieses Abrufen heißt crawlen. Wer mit KI schnell Seiten, Rechner oder Landingpages baut, sollte deshalb vorher festlegen, welche davon überhaupt in Google gehören. Mehr zu verschwendeten Crawls erkläre ich im Glossar unter Crawl Waste und Index Budget.

noindex oder robots.txt: der Unterschied

Google nennt in der Anleitung beide Wege. Sie wirken aber verschieden, wie Google in der eigenen Dokumentation zu noindex und robots.txt beschreibt. Ein noindex ist eine Anweisung im Quelltext der Seite: Google darf die Seite lesen, nimmt sie aber nicht in die Suchergebnisse auf. Die robots.txt ist eine Datei im Hauptverzeichnis der Website, die Suchmaschinen sagt, welche Adressen sie gar nicht erst abrufen sollen.

Für eine Seite, die schon im Index ist, ist noindex meist der richtige Weg. Google schreibt selbst, dass die robots.txt „not a mechanism for keeping a web page out of Google“ ist, also kein Mittel, um eine Seite aus Google herauszuhalten. Wichtig ist die Reihenfolge. Ein noindex wirkt laut Google nur, wenn die Seite nicht zugleich in der robots.txt gesperrt ist. Ist sie gesperrt, ruft Google die Seite nicht ab und sieht das noindex nie. Die Adresse kann dann trotzdem in der Suche auftauchen, zum Beispiel wenn andere Seiten darauf verlinken. Setzen Sie deshalb für eine Seite nur eins von beidem, und für Seiten, die schon im Index sind, das noindex. Mehr dazu im Beitrag Technisches SEO. Solche Fehler prüfe ich im SEO-Audit mit.

Search Console: So prüfen Sie Ihre Website

Die Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie Google Ihre Website sieht. Google rät in der ergänzten Anleitung vom 26.10.2026, die Website dort anzumelden und zwei Berichte regelmäßig zu prüfen: den Bericht zur Seitenindexierung (welche Seiten im Index sind) und den Leistungsbericht (bei welchen Suchen Ihre Seiten erscheinen). Achten Sie auf Ausschläge, also plötzliche Sprünge in der Zahl der Seiten oder Suchanfragen. Ist Ihre Website dort noch nicht angemeldet, fügen Sie sie unter search.google.com/search-console hinzu und bestätigen sie; das erledigt meist, wer Ihre Website technisch betreut. Die Menünamen unten stammen aus der deutschen Oberfläche und können sich ändern.

  1. Öffnen Sie den Bericht: In der Search Console unter Indexierung, Seiten sehen Sie, wie viele Seiten indexiert sind.
  2. Vergleichen Sie die Zahl: Liegt sie deutlich über der Zahl der Seiten, die Sie bewusst veröffentlicht haben, lohnt sich ein genauer Blick.
  3. Schauen Sie sich die Adressen an: Über „Daten zu indexierten Seiten ansehen“ finden Sie die Liste. Achten Sie auf Ordner wie /test/, /danke/ oder alte Aktionsnamen.
  4. Prüfen Sie den Verlauf: Gab es einen plötzlichen Sprung nach oben, obwohl Sie keine neuen Inhalte veröffentlicht haben? Dann lohnt es sich nachzusehen, welche Seiten dazugekommen sind.

Was Sie jetzt tun können

  1. Zählen Sie Ihre Seiten: Schätzen Sie grob, wie viele Seiten Sie bewusst veröffentlicht haben, etwa anhand des Menüs und der Unterseiten. Vergleichen Sie die Zahl mit der Search Console.
  2. Sortieren Sie aus: Markieren Sie in der Liste jede indexierte Seite, die kein Käufer über Google finden muss.
  3. Geben Sie die Liste weiter: Wer Ihre Website technisch betreut, setzt diese Seiten auf noindex. In WordPress geht das zum Beispiel mit den gängigen SEO-Plugins je Seite per Haken. Seiten, die niemand mehr braucht, können auch gelöscht werden; hat eine davon Links von außen, gehört eine Weiterleitung auf eine passende Seite dazu.
  4. Legen Sie eine Regel fest: Neue KI-Seiten, Rechner und Testseiten gehen ab jetzt mit noindex online, bis jemand bewusst entscheidet, dass sie in die Suche sollen.

Nächster Schritt

Google sagt es jetzt selbst: Nicht jede Seite gehört in die Suche. Wenn Sie wissen wollen, ob bei Ihnen mehr im Index steht als gedacht, buchen Sie ein kostenloses Beratungsgespräch. Dort bekommen Sie eine erste Einschätzung zu Ihrer Website, ohne Vertragsbindung.

Häufige Fragen

Muss ich als Firmenwebsite jetzt etwas ändern?

Pflicht ist es nicht, Googles Anleitung richtet sich an Plattformen mit nutzergenerierten Seiten. Sinnvoll ist ein Blick in die Search Console trotzdem. Finden Sie dort deutlich mehr indexierte Seiten als gedacht, lohnt sich das Aufräumen.

Was ist der Unterschied zwischen noindex und robots.txt?

Mit noindex darf Google die Seite lesen, zeigt sie aber nicht in der Suche. Die robots.txt verbietet das Abrufen, schützt laut Google aber nicht sicher davor, dass die Adresse trotzdem in der Suche auftaucht.

Schaden viele unnötige Seiten meinem Ranking?

Eine feste Regel dazu steht in der ergänzten Anleitung vom 26.10.2026 nicht. Meine Einschätzung: Je mehr überflüssige Seiten im Index stehen, desto schwerer ist für Google und für Sie zu erkennen, welche Seiten wirklich gefunden werden sollen.

Welche Seiten sollten typischerweise noindex bekommen?

Meine Empfehlung: Danke-Seiten nach einem Formular, Testseiten, abgelaufene Aktionen, interne Werkzeuge und Seiten, die nur per Link an einzelne Personen gehen. Entscheidend ist die Frage, ob ein Käufer die Seite über Google finden soll.

Wo sehe ich, wie viele Seiten meiner Website im Index sind?

In der Google Search Console unter Indexierung, Seiten. Dort sehen Sie die Zahl der indexierten Seiten, den Verlauf und die einzelnen Adressen.

Quellen

  1. Google Search Central: „Updated guidance on preventing user-generated spam“, Änderungsprotokoll, 26.10.2026, developers.google.com, abgerufen am 29.10.2026
  2. Google Search Central: „Prevent user-generated spam on your site and platform“, Stand 26.10.2026, developers.google.com, abgerufen am 29.10.2026
  3. Google Search Central: „Introduction to robots.txt“, developers.google.com, abgerufen am 29.10.2026
  4. Google Search Central: „Block Search indexing with noindex“, developers.google.com, abgerufen am 29.10.2026
  5. Christian Kunz: „KI-Content: Google verschärft Spam-Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte“, SEO Südwest, 27.10.2026, seo-suedwest.de, abgerufen am 29.10.2026

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