Was ist das Agent-to-Agent Protocol?
Bisher konnte ein Marketing-Agent von Anbieter A nicht mit einem Analyse-Agent von Anbieter B zusammenarbeiten, ohne proprietäre Schnittstellen zu bauen. A2A löst genau dieses Problem und senkt die Integrationskosten für Multi-Agenten-Systeme erheblich. Das Protokoll nutzt bewährte Webtechnologien wie HTTP und JSON-RPC und verhindert Vendor-Lock-in — ein entscheidender Faktor für Unternehmen, die ihre KI-Strategie langfristig planen.
Das Agent-to-Agent Protocol (A2A) ist ein von Google entwickelter offener Standard, der es KI-Agenten verschiedener Hersteller ermöglicht, direkt miteinander zu kommunizieren. Das Protokoll definiert, wie Agenten sich gegenseitig entdecken (über Agent Cards), Aufgaben austauschen, Fortschritte melden und Ergebnisse zurückliefern. Es ergänzt damit das Model Context Protocol (MCP), das primär die Kommunikation zwischen LLMs und Tools regelt.
A2A basiert auf bekannten Webtechnologien wie HTTP und JSON-RPC und definiert mehrere Kernkonzepte: Tasks (Aufgaben mit Lebenszyklus), Artifacts (Ergebnisse), Messages (Nachrichten zwischen Agenten) und Parts (verschiedene Inhaltstypen wie Text oder Dateien). Ein Agent kann als Client eine Aufgabe an einen anderen Agenten senden, der als Server fungiert. Das Protokoll unterstützt dabei sowohl synchrone als auch asynchrone Kommunikation — wichtig für lang laufende Aufgaben.
Für Unternehmen bedeutet A2A, dass sie KI-Agenten verschiedener Anbieter in einem Agentic Mesh zusammenschalten können, ohne proprietäre Schnittstellen zu entwickeln. Ein Marketing-Agent von Anbieter A kann direkt mit einem Analyse-Agent von Anbieter B zusammenarbeiten. Das senkt die Integrationskosten und verhindert Vendor-Lock-in — ein entscheidender Faktor für skalierbare KI-Strategien.
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Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
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