Ausgehende Links (Outbound Links) sind Links von der eigenen Website auf externe Websites. Im Gegensatz zu Backlinks (eingehende Links) helfen ausgehende Links nicht direkt dem Ranking – Google verteilt über ausgehende Links seine „Link-Kraft” nicht. Allerdings sind ausgehende Links trotzdem wichtig: Sie signalisieren Themenrelevanz und Kontext (wenn Sie auf eine thematisch relevante Quelle verlinken), verbessern die Glaubwürdigkeit der Seite, und helfen Nutzern, weitere Informationen zu finden. Besonders bei Content-Seiten (Blog, Wissensseiten) sind mehrere ausgehende Links zu renommierten Quellen ein Qualitätssignal.
Technisch funktionieren ausgehende Links mit einem <a href="https://external-site.de">Link-Text</a> Tag. Per default sind ausgehende Links „Follow-Links”, das heißt, Google folgt ihnen und nutzt die Verlinkung als Relevanz-Signal. Mit dem Attribut rel="nofollow" können Sie verhindern, dass Google dem Link folgt – das ist sinnvoll bei unsicheren oder nicht kontrollierten Links (z.B. in Kommentarbereichen). Ausgehende Links auf Spam-Seiten können theoretisch negativ wirken; auf hochwertige Quellen wirken sie positiv. Eine Website, die nur auf Spam verlinkt, könnte selbst verdächtig wirken.
In der Praxis sollten Sie gezielt auf hochwertige, thematisch relevante Quellen verlinken – nicht wahllos, sondern als Ergänzung zu Ihrem Content. Wenn Sie einen „SEO-Grundlagen”-Artikel schreiben und auf die Google Search Central Dokumentation verlinken, signalisiert das Google: Ihr Content ist Teil eines größeren, qualitativ hochwertigen Kontextes. Zu viele ausgehende Links auf Low-Quality-Seiten sieht Google kritisch. Wenige oder keine ausgehenden Links sind auch nicht ideal. Das Optimum sind 3-5 hochwertige externe Links pro 1000 Wörter Content – platziert dort, wo Nutzer wirklich mehr Kontext brauchen.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.