Was ist Conversion Modeling?
Seit Cookie-Consent und Datenschutz die Datenerfassung einschränken, sehen viele Werbetreibende nur noch einen Bruchteil ihrer tatsächlichen Conversions. Conversion Modeling füllt diese Lücken und ist die Grundlage dafür, dass Smart Bidding trotz Datenverlust funktioniert. Ohne modellierte Conversions würden Ihre Gebotsstrategien auf verzerrten Daten optimieren und Budget verschwenden.
Conversion Modeling ist Googles KI-gestützte Methode, um Conversions zu schätzen, die aufgrund fehlender Cookie-Einwilligung, Browser-Einschränkungen oder Cross-Device-Wechseln nicht direkt gemessen werden können. Da ein wachsender Anteil der Nutzer Tracking-Cookies ablehnt oder Browser wie Safari und Firefox Cookies standardmäßig einschränken, entstehen erhebliche Lücken in den Conversion-Daten.
Technisch analysiert Googles Modell die Conversion-Muster der messbaren Nutzer und überträgt diese statistisch auf die nicht messbaren Nutzer. Dabei fließen Signale wie Gerätetyp, Uhrzeit, Standort und Kampagnenkontext ein. Die modellierten Conversions erscheinen in Ihren Berichten als Teil der Gesamtzahl und sind dort nicht einzeln sichtbar. Sie erkennen den Modellierungsanteil nur an dezimalen Werten, ähnlich wie bei Fractional Conversions.
Für Ihre Kampagnensteuerung ist Conversion Modeling eine Notwendigkeit: Ohne modellierte Conversions würden Sie den tatsächlichen Kampagnenerfolg systematisch unterschätzen und falsche Optimierungsentscheidungen treffen. Gleichzeitig sollten Sie die Grenzen kennen: Je weniger direkt messbare Conversions vorliegen, desto ungenauer wird das Modell. Stärken Sie daher Ihre First-Party-Daten durch Consent State Pings und serverseitiges Tracking, um dem Modell eine möglichst solide Datenbasis zu geben.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.