Was ist eine Data Exclusion?
Wenn Ihr Conversion-Tracking ausfällt oder fehlerhaft misst, lernt Smart Bidding aus falschen Daten und verschlechtert Ihre Kampagnenperformance. Data Exclusions verhindern diesen Schaden, indem Sie den betroffenen Zeitraum aus der Optimierung ausklammern. Zusammen mit Seasonality Adjustments gehören sie zu den wichtigsten manuellen Steuerungselementen für Smart-Bidding-Strategien.
Data Exclusions sind eine Funktion in Google Ads, mit der Sie Smart Bidding anweisen, Conversion-Daten aus einem bestimmten Zeitraum nicht für die Gebotsoptimierung zu verwenden. Das ist notwendig, wenn Ihre Tracking-Daten durch technische Probleme verfälscht wurden und der Algorithmus sonst auf Basis fehlerhafter Daten optimieren würde.
Typische Einsatzszenarien: Ihr Conversion-Tag war für zwei Tage fehlerhaft und hat keine Conversions erfasst. Ohne Data Exclusion würde Smart Bidding denken, die Conversion-Rate sei eingebrochen, und die Gebote drastisch senken. Oder Ihr Tag hat durch einen Fehler doppelte Conversions gezählt, was zu überhöhten Geboten führen würde. Auch bei Website-Ausfällen, Tracking-Migrationen oder fehlerhaften Weiterleitungen sind Data Exclusions das richtige Werkzeug.
Für die Anwendung gilt: Setzen Sie Data Exclusions so schnell wie möglich, idealerweise bevor Smart Bidding die fehlerhaften Daten verarbeitet. Definieren Sie den Zeitraum präzise auf die Stunden, in denen das Problem bestand. Im Unterschied zu Seasonality Adjustments, die prospektiv wirken, können Data Exclusions auch rückwirkend gesetzt werden. Beachten Sie, dass Google eine maximale Dauer von 14 Tagen empfiehlt. Bei längeren Tracking-Problemen sollten Sie die Bid Strategy Learning Period durch einen Strategiewechsel bewusst neu starten.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.