Was sind Fractional Conversions?
Wenn Sie in Google Ads Conversion-Zahlen wie 2,7 sehen, handelt es sich um Fractional Conversions aus der datengetriebenen Attribution. Dieses Modell ist ehrlicher als Last-Click, weil es den Beitrag jeder Kampagne realistisch abbildet. Für die Kampagnenoptimierung bedeutet das: Bewerten Sie nicht einzelne Kampagnen isoliert, sondern verstehen Sie, wie sie im Zusammenspiel Conversions generieren.
Fractional Conversions entstehen, wenn Google Ads das datengetriebene Attributionsmodell (DDA) verwendet und eine einzelne Conversion anteilig auf mehrere Klicks oder Kampagnen verteilt. Statt einer ganzen Conversion von 1,0 sehen Sie dann Werte wie 0,3 oder 0,7 in Ihren Berichten. Diese dezimalen Werte spiegeln den geschätzten Beitrag jedes Touchpoints zum Conversion-Pfad wider.
Das Prinzip dahinter ist sinnvoll: Wenn ein Nutzer zuerst auf eine Brand-Anzeige klickt, dann eine Generic-Anzeige sieht und schließlich über eine Remarketing-Anzeige konvertiert, hat jeder Touchpoint einen Anteil am Erfolg. DDA verteilt die Conversion entsprechend. Problematisch wird es in der Praxis, weil viele Werbetreibende mit ganzen Zahlen kalkulieren und dezimale Werte in Reportings und Budgetentscheidungen zu Verwirrung führen können.
Für die korrekte Interpretation von Fractional Conversions sollten Sie Ihre Berichte auf Kampagnenebene aggregieren, wo sich die Bruchteile zu aussagekräftigen Summen addieren. Auf Keyword-Ebene können einzelne Fractional Conversions irreführend sein. Beachten Sie außerdem, dass Conversion Modeling zusätzlich geschätzte Conversions hinzufügt, die ebenfalls als Dezimalwerte erscheinen. Trennen Sie in Ihren Analysen modellierte von beobachteten Conversions, um ein klares Bild zu erhalten.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.