Was ist POAS?
Viele Advertiser optimieren auf ROAS und übersehen dabei, dass umsatzstarke Produkte nicht automatisch gewinnbringend sind. POAS löst dieses Problem, indem es Einkaufspreise, Versandkosten und Retouren einrechnet. Wenn Sie POAS als Conversion-Wert an Google Ads übergeben, optimiert Smart Bidding nicht auf Umsatz, sondern auf echten Gewinn — das kann Ihre Profitabilität erheblich steigern.
POAS (Profit on Ad Spend) ist eine Weiterentwicklung des klassischen ROAS und misst den tatsächlichen Gewinn pro investiertem Werbe-Euro. Während ROAS den Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten setzt, berücksichtigt POAS die tatsächlichen Margen, Produktkosten und operativen Aufwände. Ein ROAS von 500 Prozent klingt beeindruckend, kann aber bei Produkten mit geringer Marge trotzdem verlustbringend sein.
Die Berechnung ist einfach: POAS = Gewinn / Werbeausgaben. Ein POAS von 1,0 bedeutet Break-even, alles darüber ist profitabel. Die Herausforderung liegt in der Datenbereitstellung: Sie müssen Google den Profit pro Conversion statt des Umsatzes übermitteln. Das erfordert entweder angepasste Conversion-Werte im Tracking oder den Einsatz von Conversion Value Rules, um Umsatzwerte auf Profitbasis umzurechnen.
Für die Praxis ist POAS die ehrlichere Kennzahl. Ein Produkt mit 80 Prozent Marge kann einen niedrigeren ROAS vertragen als ein Produkt mit 10 Prozent Marge. Wenn Sie Value-Based Bidding mit Profitdaten statt Umsatzdaten füttern, optimiert Smart Bidding automatisch auf POAS. Das ist besonders relevant für Shops mit heterogenen Margen. Der Umstieg von ROAS- auf POAS-Optimierung erfordert saubere Margen-Daten aus Ihrem ERP oder Warenwirtschaftssystem.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing. Fairer Stundensatz, keine Vertragsbindung, direkter Ansprechpartner.