Redirect (Weiterleitung) ist eine automatische Umleitung von einer URL auf eine andere. Diese Funktion wird verwendet, wenn eine Seite umgezogen ist, wenn unterschiedliche URL-Varianten auf eine Hauptversion zeigen sollen oder wenn alte URLs nicht mehr funktionieren. Es gibt verschiedene Arten von Redirects mit unterschiedlichen Auswirkungen: 301 (permanent), 302 (temporär), 307 und 308 (temporär mit Methoden-Erhaltung). Für SEO ist die Wahl des richtigen Redirect-Typs entscheidend, da die Ranking-Kraft der ursprünglichen URL nicht verloren gehen soll.
Technisch betrachtet teilt ein 301-Redirect dem Browser und den Suchmaschinen mit, dass die alte URL permanent zu einer neuen URL verschoben wurde. Dabei wird der Großteil der Ranking-Kraft (etwa 90-99%) von der alten auf die neue URL übertragen. Ein 302-Redirect signalisiert dagegen nur eine temporäre Umleitung – Google behandelt die alte URL meist weiterhin als Originalquelle. Redirect-Chains (Ketten aus mehreren aufeinanderfolgenden Umleitungen) sollten vermieden werden, da jeder zusätzliche Redirect Zeit kostet, den Crawl-Prozess verlangsamt und etwas Ranking-Kraft abzieht.
In der Praxis ist eine durchdachte Redirect-Strategie bei Website-Umstrukturierungen oder Relaunches essentiell. Jede gelöschte oder verschobene URL sollte auf die neue, inhaltlich äquivalente Seite mit einem 301-Redirect weitergeleitet werden. Für zeitlich begrenzte Umzüge (z.B. A/B-Tests) können 302-Redirects verwendet werden, damit Google nicht die alte URL aus dem Index entfernt. Ein aussagekräftiges Monitoring über die Google Search Console zeigt, wenn es bei den Redirects Probleme gibt – etwa wenn eine URL nach 6 Monaten noch nicht vollständig aus dem Index entfernt wurde.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
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