Wie funktioniert Retargeting in der Praxis?
Die meisten Website-Besucher kaufen nicht beim ersten Besuch — im E-Commerce liegt die durchschnittliche Conversion Rate bei 2-3%. Retargeting holt die restlichen 97% zurück, indem es sie auf anderen Websites oder in Social-Media-Feeds erneut mit relevanten Anzeigen anspricht. Das macht Retargeting-Kampagnen zu den effizientesten im gesamten Online-Marketing, weil sie nur Nutzer ansprechen, die bereits Interesse gezeigt haben.
Retargeting funktioniert über Tracking-Pixel (z.B. Meta Pixel, Google Ads Tag), die auf der Website eingebunden werden. Wenn ein Nutzer die Seite besucht, wird ein Cookie oder eine ID gesetzt. Verlässt der Nutzer die Seite ohne Conversion, kann er anschließend auf anderen Plattformen mit gezielten Anzeigen erreicht werden. Remarketing wird oft synonym verwendet — Google nutzt den Begriff Remarketing, Meta und die Branche sprechen eher von Retargeting. Technisch ist der Mechanismus identisch.
Für die Kampagnensteuerung ist Segmentierung entscheidend: Warenkorbabbrecher bekommen andere Anzeigen als Nutzer, die nur die Startseite besucht haben. Frequency Capping begrenzt, wie oft ein Nutzer die Anzeige sieht — zu viel Retargeting wirkt aufdringlich. Zeitfenster spielen eine Rolle: Bei Impulskäufen reichen 7 Tage, bei B2B-Entscheidungen können 30-90 Tage sinnvoll sein. Die Kombination mit Lookalike Audiences erweitert die Reichweite auf Nutzer mit ähnlichem Profil.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
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