Was ist Value-Based Bidding?
Ohne Value-Based Bidding behandelt der Google-Algorithmus einen 50.000-Euro-Auftrag genauso wie einen Lead, der nie konvertiert. VBB behebt dieses Problem, indem es für hochwertige Conversions aggressiver bietet und minderwertige Klicks günstiger einkauft. Die Umstellung erfordert saubere CRM-Daten und ein angepasstes Conversion-Tracking, lohnt sich aber durch deutlich bessere Profitabilität.
Value-Based Bidding (VBB) ist eine Optimierungsstrategie in Google Ads, bei der der Algorithmus nicht auf die Anzahl der Conversions optimiert, sondern auf deren Wert. Statt “Maximiere Conversions” lautet das Ziel “Maximiere Conversion-Wert” oder “Erreiche einen bestimmten ROAS”. Das setzt voraus, dass Sie Google korrekte Wertdaten liefern, die den tatsächlichen Geschäftswert jeder Conversion widerspiegeln.
Die Implementierung von VBB erfordert saubere Conversion-Daten mit differenzierten Werten. Im E-Commerce ist das der Bestellwert, bei Lead-Generation der geschätzte Wert eines Leads basierend auf dessen Qualität. Über Conversion Value Rules können Sie die Werte zusätzlich nach Standort, Gerät oder Zielgruppe anpassen. Je präziser die Wertdaten, desto besser kann Smart Bidding optimieren.
Der Unterschied zu volumenbasiertem Bidding ist in der Praxis erheblich: Ein Lead, der zu einem 50.000-Euro-Auftrag führt, ist deutlich mehr wert als ein Lead, der nie konvertiert. Ohne VBB behandelt der Algorithmus beide Leads gleich. Mit VBB bietet er aggressiver für die wertvollen Leads. Die Umstellung auf VBB erfordert typischerweise eine Anpassung des Conversion-Trackings, die Integration von CRM-Daten und eine Bid Strategy Learning Period. Der Aufwand lohnt sich: Unternehmen, die auf VBB umstellen, berichten regelmäßig von POAS-Verbesserungen.
Über den Autor
Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
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