Weiterleitungskette bezeichnet eine Serie aus mehreren aufeinanderfolgenden Redirects (Weiterleitungen), die ein Nutzer oder ein Bot durchlaufen muss, um die gewünschte Zielseite zu erreichen. Beispiel: URL A leitet auf URL B weiter, B leitet auf C, C leitet auf D weiter – und erst D ist die eigentliche Zielseite. Weiterleitungsketten sind ein technisches SEO-Problem, das Ladezeit, Crawl Budget und Ranking-Kraft verschlechtert.
Technisch entsteht das Problem, weil jeder Redirect einen zusätzlichen HTTP-Request kostet und den Bot verlangsamt. Google findet die ursprüngliche URL möglicherweise nicht oder behandelt sie nicht optimal. Auch verliert sich bei langen Redirect-Ketten ein Teil der Ranking-Kraft (Link-Equity) auf dem Weg. Best Practice ist daher: Maximal eine Weiterleitung pro URL, besser noch: direkt zur finalen Zielseite redirecten.
In der Praxis sollten Sie bei einem Website-Relaunch oder einer Domain-Migration Redirect-Ketten vermeiden. Nutzen Sie ein Crawling-Tool wie Screaming Frog, um bestehende Redirect-Ketten zu identifizieren. Dann reduzieren Sie sie systematisch: Statt A→B→C→D erstellen Sie direkt A→D. Dies verbessert die Ladezeit, spart Crawl Budget und erhält mehr Ranking-Kraft. Dokumentieren Sie alle Weiterleitungen in einer Tabelle, um die Übersicht zu behalten.
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Christian SynoradzkiSEO-Freelancer
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